Zur mobilen Version Suche Suche

Navigation einblenden

3. KAMMERKONZERT

22.03.2020 KLEINES HAUS

Felix Mendelssohn-Bartholdy Klaviertrio in c-Moll MWV Q3
Franz Schubert Quartettsatz c-Moll D 703
Gabriel Fauré Klavierquartett Nr. 2 in g-Moll op. 45

Mendelssohn komponierte sein 2. Klaviertrio in Frankfurt am Main, wohin er sich zurückgezogen hatte, „sans Reise, sans Musikfest, sans everything“. So ist es Ergebnis konzentriertester Arbeit – und Ausdruck eines Spätstils: Mit pathetischen Höhepunkten und breiten harmonischen Steigerungen kündigt es die neue Welt der (Spät-)Romantik an. Ein ebenso genialer Wurf ist Schuberts Quartettsatz, mit dem er nach jugendlichen Versuchen neue Töne anschlägt. Ungemein modern in den Gegensätzen zwischen düsterer Unruhe und zauberhafter Melodik ist dieser Vorbote von Rosamunde oder Der Tod und das Mädchen – und wie sein sinfonischer Bruder in der Unvollendetheit vollendet. Mit dem 2. Klavierquartett emanzipierte sich Fauré endgültig: von seinen früheren Werken hin zum Personalstil, vor allem aber von den deutschen Vorbildern. Es ist genuin französisch, sei es im teilweise Episodenhaften oder durch die durchziehende „idée fixe“ – aber hauptsächlich im unverwechselbaren Tonfall, gefühlvoll, aber dennoch klar und fest.

Gustavo Vergara Aravena & Dominik Schneider Violinen
Fernando Arias Parra Viola
Benjamin Groocock Violoncello
Irina Botan Klavier a.G.


>> weiter zur KONZERT-ÜBERSICHT

Navigation einblenden