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7. SINFONIEKONZERT

Werke von Strauss, Lutosławski & Schumann

10.05.2020 GROSSES HAUS
11.05.2020 GROSSES HAUS

7. SINFONIEKONZERT

Foto: Felix Grünschloß

Richard Strauss Don Juan op. 20
Witold Lutosławski Klavierkonzert
Robert Schumann Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Es war trotz einiger Erfolge erst seine zweite Tondichtung Don Juan, die Richard Strauss den endgültigen Durchbruch verschaffte: Ein musikalisches Ausrufezeichen mit einem absoluten Gipfelwerk der Gattung. Da stürmt es wie noch nie gehört empor, die kraftvolle Musik strahlt, blitzt und blinkt in allen Farben, stürzt in sich zusammen, um dann nur um so elegischer auszusingen und aufzublühen. Der Pole Witold Lutosławski versöhnte in seinen Werken Zufall und Ordnung: Improvisierte Passagen wechseln mit strikt notierten Teilen ab. Für „sein“ Instrument Klavier schrieb er jedoch erst kurz vor seinem Tod ein begeistert aufgenommenes Meisterwerk. Ganz in freier Atonalität gehalten, gönnt sich der Komponist im Klavierkonzert doch Anklänge an frühere Meister: Liszt und Rachmaninow meint man zu hören, vor allem aber „Echos von Chopin“, der Lutosławski immer „zu den stärksten Emotionen“ anregte. Eigentlich ist sie seine Zweite und außerdem nur einsätzig – so war ihr aber kein Erfolg beschieden. Erst überarbeitet wurde Robert Schumanns nun 4. Sinfonie ein Erfolg, doch an dem Ziel der Sinfonie in einem Satz, aus einem Guss, hielt er fest. Die vier Teile werden nur von Generalpausen getrennt, sie enden offen, nur das Finale setzt dann ein Ausrufezeichen. Überaus kunstvoll liegt über allem ein dichtes Geflecht an melodisch-thematischen Beziehungen und Schumann überrascht immer wieder damit, dass er Erwartungshaltungen nicht bedient – oder erst dort, wo man sie nicht mehr vermutet hätte.


Nicolas Hodges Klavier
Daniele Squeo Dirigent
BADISCHE STAATSKAPELLE


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