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4. SINFONIEKONZERT

Werke von Ravel, Bizet & Fauré

09.02.2020 GROSSES HAUS
10.02.2020 GROSSES HAUS

4. SINFONIEKONZERT

Foto: Felix Grünschloß

Maurice Ravel Le Tombeau de Couperin
Georges Bizet Sinfonie Nr. 1 C-Dur
Gabriel Fauré Requiem op. 48

Von graziler Leichtigkeit, aber dennoch durchzogen von Melancholie ist Maurice Ravels Le Tombeau de Couperin. Die Hommage an den barocken Vorgänger François Couperin, aber auch ganz allgemein an die französische Musik des 18. Jahrhunderts, entstand zunächst für
Klavier. Ravel stand unter dem Schock der furchtbaren Erlebnisse des 1. Weltkriegs und widmete jeden Satz einem gefallenen Freund. Vier der Teile orchestrierte er mit größter
Kunstfertigkeit zu einem vielschichtigen Werk, bei dem weniger die Opulenz der Farben denn die Luftigkeit und Durchhörbarkeit im Vordergrund steht. Georges Bizet durfte sein Jugendwerk nie hören, die 1. Sinfonie wurde erst gut 60 Jahre nach seinem Tod uraufgeführt.

Das Werk des 17-jährigen Studenten entstand in nur knapp vier Wochen und atmet noch die Welt der Vorbilder, die Wiener Klassik wird gewürzt mit Mendelssohns Flair und Rossinis Witz. Und doch macht dieser Geniestreich staunen: Meisterlich instrumentiert, absolut ausgewogen und mit grazil leuchtendem Tonfall versehen, spricht hier bereits der spätere Meister zu uns. Beinahe ohne Vorbild ist das Requiem Gabriel Faurés. Er verzichtet fast vollständig auf dramatische Höhepunkte oder Abgründe, seine Totenmesse verzaubert vielmehr durch ihre ätherische und kontemplative Grundstimmung. So kürzt er auch den überkommenen Text und stellt mit dem Gang ins Paradies einen neuen Satz ans Ende – ein friedvoller Schluss „von
sanftem Charakter, so wie ich selbst.“

Ks. Ina Schlingensiepen Sopran
Ks. Armin Kolarczyk Bariton
John Nelson Dirigent
BADISCHER STAATSOPERNCHOR & EXTRACHORBADISCHE STAATSKAPELLE


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