Zur mobilen Version Suche Suche

Navigation einblenden

TRISTAN UND ISOLDE

Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse.

Neuen Eintrag für unser Gästebuch verfassen

Bitte füllen Sie alle Felder aus. Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass Ihr Eintrag nicht sofort veröffentlicht werden kann.






Hans Kälberer schrieb am 08.03.2020:
Etwas spät, jedoch ist es mir ein Bedürfnis, mich zusammen mit meinem Mann Detlef Mücke für die Aufführung von Tristan und Isolde, am 2.2.2020 zu bedanken. So eine tolle Aufführung haben wir beide noch nie gesehen und gehört. Wir leben in Berlin und haben hier die Möglichkeit in drei Opernhäuser zu gehen und ja, es gibt auch tolle Aufführungen hier, jedoch in letzter Zeit meist enttäuschend. Die Tristan Inszenierungen in beiden Häusern sind gewöhnungsbedürftig. Läppische und dumme Einfälle, die nur ablenken. In Karlsruhe war nichts störend. Die Sänger hatten ihren Raum, diese wundervolle Musik sängerisch zu interpretieren. Annemarie Kremer und Stevan Vinke, sowie alle anderen, waren grandios. Auch das Orchester fabelhaft. Wir haben bereits den kompletten Ring in Karlsruhe gesehen, auch Spitze. Wir waren in Ihrem Haus nie enttäuscht. Danke für die tollen Abende. Bayreuth muss sich dagegen warm anziehen. Haben dort im Sommer 2019 Tristan gesehen. Na ja, man hat nichts gesehen, weil die ganze Zeit ein Gazevorhang die Sicht beeinträchtigte und alles insgesamt recht dunkel gehalten wurde. Grauenvoll. Wir hoffen, dass Sie in der nächsten Spielzeit Tristan und Isolde wieder anbieten. Wir sind dabei. Toll, toll, toll.

Hans Kälberer

Auf diesen Eintrag antworten

Bitte füllen Sie alle Felder aus. Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass Ihr Eintrag nicht sofort veröffentlicht werden kann.






Thomas Nattrodt schrieb am 04.02.2020:
Mit der Oper Tristan und Isolde hatte ich mich bisher etwas schwer getan, obwohl ich seit 50 Jahren Wagnerianer bin. Den Zugang zu diesem Meisterwerk konnte ich nicht so recht finden. Dies hat sich seit dem 2. Februar 2020 grundlegend geändert. Die Aufführung der Oper im Badischen Staatstheater an diesem Tag war eine Offenbarung, nicht nur für mein Verständnis für das Werk. Hier stimmte einfach alles, gesanglich und darstellerisch bei Stefan Vinke als Tristan (ihn durfte ich bereits 2002 als Parsifal im Mannheimer Nationaltheater erleben und war damals schon hingerissen) und der traumhaft agierenden Annemarie Kremer als Isolde. Dieses hohe Niveau erreichten auch Katharine Tier als Brangäne (guter Einfall: Brangäne als Sekretärin Isoldes!), Seung-Gi Jung als Kurwenal. Kammersänger Klaus Schneider und Renatus Meszar brillierten, wie nicht anders erwartet, in ihren Rollen als Melot und König Marke. Den absoluten musikalischen Höhepunkt setzte die Badische Staatskapelle mit ihrem hervorragenden GMD Justin Brown. Schade, dass er das Badische Staatstheater demnächst verlassen wird!
Insgesamt war es ein gelungener Opernabend und Wagners Tristan und Isolde verlangt geradezu nach einer Wiederaufnahme in einer der kommenden Spielzeiten.

Auf diesen Eintrag antworten

Bitte füllen Sie alle Felder aus. Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass Ihr Eintrag nicht sofort veröffentlicht werden kann.






Hans-Georg Bode schrieb am 18.11.2019:
Guten Tag,

bisher hatte ich nur das Vergnügen, den Tristan als meine Lieblings-Oper von DVDs (Bayreuth 1983, München 1999, Scala 2007)oder seit einigen Jahren aus Bayreuth im Radio zu verfolgen.

Da gerade dieses Werk mich ganz besonders berührt, hatte ich es bislang vermieden, meine Emotionen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wie ich nach der Vorstellung von anderen Besuchern erfahren konnte, geht es nicht nur mir so.

Mit der Karlsruher Wiederaufnaheme war nun die Zeit gekommen, endlich einmal live dabei zu sein. Ich könnte jetzt noch stundenlange Lobeshymnen ausrufen, mache es aber
kurz: Ein wundervoller Abend, der mir für den Rest meines Lebens in Erinnerung bleiben wird! Besonders begeisterte mich Annemarie Kremer, die mir (als bekennender Kunstbanause) bislang verborgen geblieben war.

Inszenierungen sind ja fast immer umstritten, da sich die wenigsten Zuschauer mit den Gedanken auseinander setzen, welche uns der Regisseur mit seinem Werk vermitteln möchte. Besonders eindrucksvoll fand ich im dritten Aufzug die aneinander gereihten Koffer. Man weiß um den nahenden Abschied, läßt gleichzeitig noch einmal vergangene, schöne Stunden Sink hernieder, Einsam wachend) Revue passieren.

Im Gegensatz zu Bayreuth, wo oftmals - kaum dass der letzte Ton verklungen und sich der Vorhang senkt - die ersten Buhrufe erschallen, habe ich dergleichen hier im Staatstheater nicht vernommen. Dafür möchte ich dem Karlsruher Publikum ausdrücklich danken! Abgesehen davon - die Musik schwebt über allem.

Wie ich sehe, gibt es ja für die nächsten Aufführungen noch Karten. Ich bin sicher, dass ich da noch mindestens einmal dabei sein werde.

Da in der Eintrittskarte der ÖPNV eingeschlossen ist, habe ich das Experiment einmal gewagt. Leider kann ich - gemäß Auskunft der KVV - von PF aus nur noch die S-Bahn nehmen, da RE und IRE der Bahn(en) seit der Fahrplanumstellung vor einem Jahr (Stichwort "bwegt") wohl nicht mehr benutzt werden dürfen. @Staatstheater: Ist hier eventuell Besserung in Sicht?

Somit war ich insgesamt knapp 10 Stunden (mit Aufführung natürlich)unterwegs. Wenn man einmal vom rechtzeitigen Erscheinen vor der Vorstellung absieht, sind das pro Strecke 2 Stunden Warte- und Fahrzeit. Mit dem Auto bräuchte ich jeweils weniger als eine halbe Stunde. Da überlegt man halt doch, schnell mal ins Auto zu hüpfen...

Das Warten in der Kälte auf die Tram und die Fahrt mit der S-Bahn habe ich natürlich musikalisch begleitet und mir den 2. Aufzug und den Schluss des 3. Aufzugs einer Bayreuther Aufnahme zu Gehör gebracht.

Zusamenfassung: Ich bin auch heute noch ganz "geflasht". Danke, Danke, Danke für einen wundervollen Abend!

Herzlichst
hgbode

Auf diesen Eintrag antworten

Bitte füllen Sie alle Felder aus. Ihre Bemerkungen erreichen uns nur bei Angabe Ihres vollständigen Namens und einer gültigen E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte beachten Sie, dass Ihr Eintrag nicht sofort veröffentlicht werden kann.






Dr. Kerstin Koblitz schrieb am 20.11.2019:
Guten Tag,
ich möchte mich meinem Vorgänger anschließen, auch ich war von der Aufführung am 17.11. sehr angetan.
Nur die Hoffnung, dass Inszenierungen auch Änderungen erfahren, wenn sie wieder aufgenommen werden, hat mich dazu bewogen, mir noch einmal diese Inszenierung anzusehen. Und ich wurde sehr überrascht. Es gab viele kleine, sich absolut lohnende Änderungen, die die Inszenierung im Ganzen hat stimmig werden lassen, auch mit der Musik.
Isolde im ersten Aufzug, wie sie Tristans Werbung bei König Marke nachspielt, zynisch und selbstverletzend, eine sehr starke Szene; der zweite Aufzug ist sehr sinnlich, allein deshalb, weil er kein einziges Mal ins platt Sexuelle abdriftet; am Ende des dritten Aufzugs, nach dem Liebestod, greift Isolde, Gott sei's gedankt!, nicht zur Pistole. Annemarie Kremer hat hier den Mut, die Schlussgeste der Heiner-Müller-Inszenierung zu übernehmen. Ja, warum nicht? Warum nicht von den Großen lernen und es zeigen, da ist ganz viel Heiner Müller, da ist ganz viel Patrice Chéreau, und da ist vor allem ganz viel Waltraud Meier, und doch ist es Annemarie Kremers ganz eigene Isolde. So entsteht Kunst. War die Inszenierung vorher kalt und abstrakt und allzu deutlich und allzu absichtlich der Musik entgegengesetzt, ist sie jetzt emotionalisiert, ja regelrecht erwarmt. Hinzu kommt, dass Annemarie Kremer etwas anmutig Mädchenhaftes hat, das unbedingt zur Isolde-Figur passt. Auch Stefan Vinke als Tristan ist eine angenehme, solide Erscheinung, die mir das Miterleben seiner großen Sehnsucht nicht erschwert hat.
Ganz klar, ich gehe auf jeden Fall noch einmal in "Tristan und Isolde", es lohnt sich!!
Ganz herzliche Grüße
Kerstin Koblitz
Hans-Georg Bode schrieb am 25.11.2019:
Guten Tag,

oder vielleicht eher gute Nacht, wenn ich meinen Blick auf die Uhr richte? Nein, gute Nacht passt auch nicht, da ich mich noch nicht verabschieden will. Wie begrüßt man eigentlich zu solch später Uhrzeit Leute in korrektem Deutsch?

Immer noch gedanklich beschäftigt mit Tristan von letzer Woche, habe ich mir soeben auch für die drei noch anstehenden Vorstellungen Karten bestellt.

" Vollständig gute müssen die Leute verrückt machen", schrieb Wagner einst über die Aufführungen der damaligen Zeit. Was meine Person angeht, hat er zweifelsohne recht. Zum Glück habe ich den Tristan wenigstens jedesmal überlebt. Anderen war das Glück ja nicht so hold.

Was die Heimfahrt angeht, habe ich auch schon eine Lösung gemäß Wolle Kriwaneks "Stroßaboh" (An lediglich Hochdeutsch sprechende Mitforisten die Warnung: Die richtige Aussprache klappt nur im Dialekt!)
"bloß dr Fünfer bringt me hoim". Statt ewig lang in der jahreszeitlich bedingten Kälte zu warten, werde ich mit der Tram Nr. 5 zum Lameyplatz fahren und dort nach knapp 10 Minuten Wartezeit in die S5 steigen. Und - wer hätte es nicht schon vermutet - mit Tristan auf dem Ohr nach Hause fahren.

Inzwischen sind die Uhrzeiger soweit vorgerückt, dass ich nunmehr mit Brangänes "Habet acht! Bald entweicht die Nacht!" einstimmen möchte.

Herzlichst
hgBode
Philipp Horn schrieb am 06.01.2020:
Ich möchte mich Herrn Bode ausdrücklich anschließen.Auch mir hat der Abend sehe gut gefallen.Auch wenn ich mit der Inszenierung nicht so viel anfangen konnte.Das hat aber die tolle Musik & die Starke Besetzung mehr als ausgeglichen.
Vielen Dank an die Badische Staatskapelle.
Navigation einblenden