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Werner Ludwig Merkle Herrenberg schrieb am 02.12.2019:
Betreff: MAX UND MORITZ
Tristan und Isolde

Liebes Ensemble,
die Aufführung des Tristan am 1.12.19.
verlangt nach einer Reaktion:
Es war ein toller, ein großer Abend, der lange nachklingen wird. Ob Regie,
Sängerdarsteller, Orchester oder Dirigent: trotz der fortwährenden Todesnähe des Stückes gingen wir beglückt nach Hause. Vielen Dank an alle. Vielen Dank auch an Herrn GDM Brown für die vielen wunderbaren Musikerlebnisse der letzten Jahr. Glückliche Zeit wieterhin.

Liebe Grüße von Emilija+Werner Ludwig Merkle

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Hans-Georg Bode schrieb am 18.11.2019:
Betreff: TRISTAN UND ISOLDE
Guten Tag,

bisher hatte ich nur das Vergnügen, den Tristan als meine Lieblings-Oper von DVDs (Bayreuth 1983, München 1999, Scala 2007)oder seit einigen Jahren aus Bayreuth im Radio zu verfolgen.

Da gerade dieses Werk mich ganz besonders berührt, hatte ich es bislang vermieden, meine Emotionen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wie ich nach der Vorstellung von anderen Besuchern erfahren konnte, geht es nicht nur mir so.

Mit der Karlsruher Wiederaufnaheme war nun die Zeit gekommen, endlich einmal live dabei zu sein. Ich könnte jetzt noch stundenlange Lobeshymnen ausrufen, mache es aber
kurz: Ein wundervoller Abend, der mir für den Rest meines Lebens in Erinnerung bleiben wird! Besonders begeisterte mich Annemarie Kremer, die mir (als bekennender Kunstbanause) bislang verborgen geblieben war.

Inszenierungen sind ja fast immer umstritten, da sich die wenigsten Zuschauer mit den Gedanken auseinander setzen, welche uns der Regisseur mit seinem Werk vermitteln möchte. Besonders eindrucksvoll fand ich im dritten Aufzug die aneinander gereihten Koffer. Man weiß um den nahenden Abschied, läßt gleichzeitig noch einmal vergangene, schöne Stunden Sink hernieder, Einsam wachend) Revue passieren.

Im Gegensatz zu Bayreuth, wo oftmals - kaum dass der letzte Ton verklungen und sich der Vorhang senkt - die ersten Buhrufe erschallen, habe ich dergleichen hier im Staatstheater nicht vernommen. Dafür möchte ich dem Karlsruher Publikum ausdrücklich danken! Abgesehen davon - die Musik schwebt über allem.

Wie ich sehe, gibt es ja für die nächsten Aufführungen noch Karten. Ich bin sicher, dass ich da noch mindestens einmal dabei sein werde.

Da in der Eintrittskarte der ÖPNV eingeschlossen ist, habe ich das Experiment einmal gewagt. Leider kann ich - gemäß Auskunft der KVV - von PF aus nur noch die S-Bahn nehmen, da RE und IRE der Bahn(en) seit der Fahrplanumstellung vor einem Jahr (Stichwort "bwegt") wohl nicht mehr benutzt werden dürfen. @Staatstheater: Ist hier eventuell Besserung in Sicht?

Somit war ich insgesamt knapp 10 Stunden (mit Aufführung natürlich)unterwegs. Wenn man einmal vom rechtzeitigen Erscheinen vor der Vorstellung absieht, sind das pro Strecke 2 Stunden Warte- und Fahrzeit. Mit dem Auto bräuchte ich jeweils weniger als eine halbe Stunde. Da überlegt man halt doch, schnell mal ins Auto zu hüpfen...

Das Warten in der Kälte auf die Tram und die Fahrt mit der S-Bahn habe ich natürlich musikalisch begleitet und mir den 2. Aufzug und den Schluss des 3. Aufzugs einer Bayreuther Aufnahme zu Gehör gebracht.

Zusamenfassung: Ich bin auch heute noch ganz "geflasht". Danke, Danke, Danke für einen wundervollen Abend!

Herzlichst
hgbode

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Dr. Kerstin Koblitz schrieb am 20.11.2019:
Guten Tag,
ich möchte mich meinem Vorgänger anschließen, auch ich war von der Aufführung am 17.11. sehr angetan.
Nur die Hoffnung, dass Inszenierungen auch Änderungen erfahren, wenn sie wieder aufgenommen werden, hat mich dazu bewogen, mir noch einmal diese Inszenierung anzusehen. Und ich wurde sehr überrascht. Es gab viele kleine, sich absolut lohnende Änderungen, die die Inszenierung im Ganzen hat stimmig werden lassen, auch mit der Musik.
Isolde im ersten Aufzug, wie sie Tristans Werbung bei König Marke nachspielt, zynisch und selbstverletzend, eine sehr starke Szene; der zweite Aufzug ist sehr sinnlich, allein deshalb, weil er kein einziges Mal ins platt Sexuelle abdriftet; am Ende des dritten Aufzugs, nach dem Liebestod, greift Isolde, Gott sei's gedankt!, nicht zur Pistole. Annemarie Kremer hat hier den Mut, die Schlussgeste der Heiner-Müller-Inszenierung zu übernehmen. Ja, warum nicht? Warum nicht von den Großen lernen und es zeigen, da ist ganz viel Heiner Müller, da ist ganz viel Patrice Chéreau, und da ist vor allem ganz viel Waltraud Meier, und doch ist es Annemarie Kremers ganz eigene Isolde. So entsteht Kunst. War die Inszenierung vorher kalt und abstrakt und allzu deutlich und allzu absichtlich der Musik entgegengesetzt, ist sie jetzt emotionalisiert, ja regelrecht erwarmt. Hinzu kommt, dass Annemarie Kremer etwas anmutig Mädchenhaftes hat, das unbedingt zur Isolde-Figur passt. Auch Stefan Vinke als Tristan ist eine angenehme, solide Erscheinung, die mir das Miterleben seiner großen Sehnsucht nicht erschwert hat.
Ganz klar, ich gehe auf jeden Fall noch einmal in "Tristan und Isolde", es lohnt sich!!
Ganz herzliche Grüße
Kerstin Koblitz
Hans-Georg Bode schrieb am 25.11.2019:
Guten Tag,

oder vielleicht eher gute Nacht, wenn ich meinen Blick auf die Uhr richte? Nein, gute Nacht passt auch nicht, da ich mich noch nicht verabschieden will. Wie begrüßt man eigentlich zu solch später Uhrzeit Leute in korrektem Deutsch?

Immer noch gedanklich beschäftigt mit Tristan von letzer Woche, habe ich mir soeben auch für die drei noch anstehenden Vorstellungen Karten bestellt.

" Vollständig gute müssen die Leute verrückt machen", schrieb Wagner einst über die Aufführungen der damaligen Zeit. Was meine Person angeht, hat er zweifelsohne recht. Zum Glück habe ich den Tristan wenigstens jedesmal überlebt. Anderen war das Glück ja nicht so hold.

Was die Heimfahrt angeht, habe ich auch schon eine Lösung gemäß Wolle Kriwaneks "Stroßaboh" (An lediglich Hochdeutsch sprechende Mitforisten die Warnung: Die richtige Aussprache klappt nur im Dialekt!)
"bloß dr Fünfer bringt me hoim". Statt ewig lang in der jahreszeitlich bedingten Kälte zu warten, werde ich mit der Tram Nr. 5 zum Lameyplatz fahren und dort nach knapp 10 Minuten Wartezeit in die S5 steigen. Und - wer hätte es nicht schon vermutet - mit Tristan auf dem Ohr nach Hause fahren.

Inzwischen sind die Uhrzeiger soweit vorgerückt, dass ich nunmehr mit Brangänes "Habet acht! Bald entweicht die Nacht!" einstimmen möchte.

Herzlichst
hgBode
Dominic Kaiser schrieb am 11.11.2019:
Betreff: 1. KINDERKONZERT: PETER UND DER WOLF
Rundum erfreulich und herzerwärmend war die Inszenierung von Peter und der Wolf am 10. November - angefangen mit der überzeugenden solistischen Einführung von Ulrich Wagner und der durchgängig fesselnden Darbietung Gunnar Schmidts, beide mit toller Einbeziehung der Kinder, bis zu den herrlichen Auftritten der mit sich spielen lassenden Orchestermusiker in ihren einzelnen Verkleidungsrollen. Und natürlich die Musik an sich, professionell und erfgreifend gespielt! Uns und unseren beiden Jungs hats sehr sehr viel Spaß gemacht, nicht zuletzt auch der von den Musikern liebevoll angleitete "Instrumenten-Zoo" im Anschluss an die Aufführung. Herzlichen Dank an alle Akteuere! Das schreit förmlich nach mehr...!!!

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Christel Paskal schrieb am 10.11.2019:
Betreff: BALLETT: RUß – EINE GESCHICHTE VON ASCHENPUTTEL
"Seid umschlungen" am 9. November war so großartig, dass ich mir unbedingt noch eine weitere Aufführung ansehen werde. Der Jubel der Anwesenden war mehr als berechtigt. Alle Mitwirkenden waren einfach genial, ich komme aus dem Schwärmen nicht heraus. Der Einführungsvortrag von Florian König war herrlich und hat richtig Vorfreude bereitet!!!

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Barbara Göbel schrieb am 07.11.2019:
Betreff: SZENEN EINER EHE
Es war absolut genial - die einzelnen Stationen in sonst für Zuschauer unzugänglichen Bereichen des Theaters lassen fast ein wenig "Schnitzeljagd"-Feeling aufkommen und spannend ist es auch, wie sich die Beziehung zwischen Johan und Marianne an den Stationen entwickelt. Die beiden überzeugen auf ganzer Linie. Ob nun der behaarte Johan splitterfasernackt direkt vor meiner Nase ein Mehrwert ist, weiß ich nicht. Es gab aber unzählige tiefe Momente, die mich so stark zum eigenen Reflektieren angeregt haben, dass ich fast ein wenig vor mir selber erschrocken bin. Selten dass Theater bei mir so eine Wirkung hervorrufen kann. Ich bin immer noch begeistert!

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Linus Schwarzer schrieb am 05.11.2019:
Betreff: SZENEN EINER EHE
Es ist überaus interessant zu erleben, wie gelungen das Badische Staatstheater die Lübecker Inszenierung adaptiert hat – auch wenn man dafür rund 700 km in Kauf nehmen muss. Sina Kießling als Marianne ist aus Lübeck bestens bekannt, während Timo Tank die Rolle des Johan von Andreas Hutzel übernimmt, der sie in Lübeck sehr freizügig angelegt hatte. Timo Tank, weitaus stärker behaart als sein Lübecker Kollege, meistert aber auch die intimen Nacktszenen in nächster Nähe zum Publikum mit Bravour und lässt sich von Marianne sogar seine Brust- und Rückenhaare fönen. Ernster wird es nach anfänglicher Komik im Egotti: beiden gelingen so drastische und realistische Gewaltszenen, dass zwei Zuschauerinnen den Raum verlassen haben. Schade, das war eine schauspielerische Meisterleistung, die die beiden da verpasst haben. Schön, dass Karlsruhe jetzt mit so einer tollen Inszenierung, die dem Publikum auch Einblicke hinter die Kulissen ermöglicht, aufwarten kann. Chapeau für Marianne und Johan für diesen Abend!

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Michael Gißler schrieb am 04.11.2019:
Betreff: FAUST (OPER)
Leserbrief für die Badischen Neusten Nachrichten 22.10.2019

Faust Buhkonzert und die Macht der Medien
Am Beispiel der Besprechung, der am 19.Oktober stattgefundenen Faustpremiere im Badischen Staatstheater, wird zumindest allen dort anwesenden Zuschauern, inklusive mir, wieder einmal mehr als deutlich vor Augen geführt, welche Macht die Medien in unserer heutigen digitalen und analogen Welt haben können.
Deshalb kann ich die Kritik Ihres Mitarbeiters R.K. nicht unkommentiert im Karlsruher Kulturalltag verschwinden lassen.
Mir ist völlig bewusst, dass in einer Besprechung stets auch Raum für persönliche Befindlichkeiten eines Kritikers bleiben muss und deshalb oft eine subjektive Momentaufnahme ist.
Schlimm wird es nur, wenn der Verfasser bewusst die Realität verdrängt und dem geneigten Leser durch Falschinformationen in seine eigene Wahrnehmung leitet, Falsches suggeriert und dadurch in die Irre führt.
Die Opernpremiere von Gounods Faust war nämlich in Wirklichkeit eine Aufführung auf hohem Niveau, die mit frenetischem Beifall für alle Beteiligten Orchester, Chöre, Solisten und nicht zuletzt Regie in einem vollbesetzten Badischen Staatstheater enthustiastisch bejubelt wurde. Lediglich einige traditionelle Buhrufer konnte der geneigte Opernfreund an diesem Abend wahrnehmen.
Die BNN titelt aber bereits auf Seite 1 ihrer Montagsausgabe „Faust“ löst Buhkonzert aus , sicher nach Information ihres entsandten Kritikers. Was dann aber in der Besprechung Ihres Schreibers folgt ist ungeheuerlich. Sätze wie, „Ganz zu Recht quittierte das Premierenpublikum die Schwächen der Inszenierung mit lautstarken Buh-Chören“ will ich hier nur exemplarisch zitieren.
Die Aussagen sind eine völlige Verdrehung der Tatsachen, realitätsfremd und ganz nüchtern ausgesprochen unwahr.
Ich empfehle deshalb Herrn R.K. genauer hinzuhören, damit solche Manipulationen künftig ausbleiben. Solche fake news bin ich im Übrigen von meiner Tageszeitung nicht gewöhnt, deshalb erwarte ich auch von ihr eine Veröffentlichung dieses Leserbriefes. Besten Dank.

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Elriede Wörner schrieb am 03.11.2019:
Betreff: Allgemein
liebes Staatstheaterteam,
zunächst habe ich das Gästebuch vermisst, sodass ich mich erst heute zu den Bregenzer Festspielen äußern kann. Ich wollte mitteilen wie angenehm ich überrascht war, als ich im August bei einer Rigolettoaufführung "unseren" Daniele Squeo am Dirigentenpult erleben durfte,bravo! Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut. Vielleicht erreicht den Maestro diese Nachricht, wäre schön.
Herzliche Grüße
Elfriede Wörner

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Daniele Squeo schrieb am 05.12.2019:
Liebe Frau Wörner, der Nachricht hatte mich tatsächlich nicht erreicht aber Heute hat ein Theaterfan mich aufmerksam gemacht. Schön dass Sie in Bregenz waren und ich hoffe hat Ihnen gefallen. Vielen dank für die liebe Worte und alles Gute. Daniele Squeo
Daniele Squeo schrieb am 06.12.2019:
Liebe Frau Wörner, der Nachricht hatte mich tatsächlich nicht erreicht aber Heute hat ein Theaterfan mich aufmerksam gemacht. Schön dass Sie in Bregenz waren und ich hoffe hat Ihnen gefallen. Vielen dank für die liebe Worte und alles Gute. Daniele Squeo
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